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PV-Anlagen auf Mehrparteienhäuser: Neue Fördermittel für Hauselektrik und Beratungsleistungen

Ein neuer Fördertopf des Landes Nordrhein-Westfalen soll die Installation von PV-Anlagen auf Mehrparteienhäusern unterstützen

Der Ausbau von Photovoltaik in Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen Jahren stark an Fahrt aufgenommen. Bislang lag der Schwerpunkt jedoch vor allem auf Einfamilienhäusern. In den Ballungsräumen bleiben viele Dachflächen von Mehrparteienhäusern ungenutzt – dabei bergen sie ein enormes Potenzial. Hemmnisse sind unter anderem komplexe Eigentümerstrukturen, rechtliche Unsicherheiten bei Mieterstrommodellen, hohe Anfangsinvestitionen sowie ein erhöhter organisatorischer Aufwand bei Planung, Abrechnung und Betrieb.

Um diese Hürden zu überwinden, hat das Land das Förderprogramm „progres.nrw – Klimaschutztechnik“ aufgelegt (Hier finden Sie die Pressemitteilung des Landes NRW). Es unterstützt den PV-Ausbau auf Mehrparteienhäusern in zwei zentralen Bereichen:

  1. Erneuerung der Hauselektrik:
    Förderungen gibt es im Vorfeld der Installation einer neu zu errichtenden PV-Anlage bei neuen Messplätzen, Kommunikationseinheiten, Erneuerung und Verstärkung von Anschlüssen und Kabeln.
    Gefördert werden unter anderem Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Unternehmen, Vereine, und Kirchen.
    Weitere Infos gibt es unter diesem Link.
  2. Planungs- und Beratungsleistungen:
    Förderungen gibt es unter anderem für Machbarkeitsstudien, Konzepte, und Gutachten.
    Gefördert werden Städte, Gemeinden, Kreise, Unternehmen und weitere Einrichtungen.
    Weitere Infos gibt es unter diesem Link.

Diese Unterstützung soll nicht nur Eigentümergemeinschaften den Einstieg erleichtern, sondern auch Mieterinnen und Mieter durch günstigeren Solarstrom unmittelbar an der Energiewende beteiligen. Darüber hinaus trägt das Programm dazu bei, die CO₂-Emissionen in den Städten deutlich zu senken.